"Gefährdetenhilfe als Lebensstil!"

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Bereits seit einigen Jahren arbeiten wir als Gefährdetenhilfe mit der Gemeinde Kachtenhausen zusammen. Wir nehmen an den Gemeindeveranstaltungen teil und freuen uns über die Hilfe und Unterstützung, die wir aus den Reihen der Gemeinde erfahren dürfen. Besucht man also die Gemeinde Kachtenhausen, wird man schnell über den Begriff „Gefährdetenhilfe“ stolpern. Wofür genau steht aber die Gefährdetenhilfe?
Grob zusammengefasst, arbeiten wir daran, Menschen in Abhängigkeiten, Kriminalität und Lebenskrisen durch familiäre Wohngemeinschaften zu einem selbstständigen, verantwortungsbewussten und auf Jesus Christus ausgerichteten Leben zu verhelfen.
Zum einen ist die Gefährdetenhilfe der Verein, in dessen Rahmen unsere Arbeit stattfindet. Familiäre Wohngemeinschaften (2x Bad Eilsen, Blomberg, Leopoldshöhe/Helpup) für bis zu 25 Personen, Straßen- und Gefängnisarbeit, das Arbeitstrainingsprogramm in unserem Zweckbetrieb, Schulungs- und Präventionsarbeit oder die Auslandsprojekte in Russland, Georgien und der Ukraine. Auf der anderen Seite steht der Begriff aber für viel mehr. Er steht für einen Lebensstil, der mit einer aus Gottes Liebe resultierenden Barmherzigkeit seine Mitmenschen wahrnimmt; Ihnen mit ehrlichem Interesse und dem Angebot echter Freundschaft begegnet und den Weg zur Versöhnung mit Gott und damit zu tiefgreifender Veränderung zeigt. Es geht darum, Menschen in sein Leben hineinzulassen, ihnen die Möglichkeit zu geben, Anteil am eigenen Leben zu nehmen und Anteil am Leben des Anderen zu nehmen. Das ist das Wesen von Gemeinde. Und so ist eigentlich jede Gemeinde, jede Jugendgruppe und jeder Freundeskreis eine Gefährdetenhilfe. Diesen Lebensstil kann jeder an jedem Ort umsetzen. Eigentlich arbeiten wir daran, dass wir als Einrichtung gar nicht mehr nötig sind, weil es überall Gemeinden gibt, die ihren Auftrag erkennen und sich um die Randgruppen in ihrem Umfeld kümmern und ihnen die tiefe Zufriedenheit und Freude in Christus vorleben. Wir träumen davon, dass diese Vision möglichst viele Gemeinden erreicht und die Idee und das Anliegen der Gefährdetenhilfe in die DNA jeder Gemeinde übergeht.
Das Konzept der Gefährdetenhilfe ist ein ganzheitlicher Ansatz. Es begegnet dem Menschen in all seinen Notbereichen. In erster Linie geht es darum, dem Menschen seine Schuld gegenüber Gott verstehen zu lassen und ihm die Möglichkeit der Vergebung und Versöhnung durch Gott zu zeigen. Dann geht es aber auch darum, den Nöten im Hier und Jetzt mit der Hilfe Gottes zu begegnen. Und dieser Ansatz ist nicht neu. Wir haben dieses Konzept nicht entwickelt, sondern erkennen es im Wesen Gottes. Jesus ist immer dadurch aufgefallen, dass er sich mit den Menschen abgegeben hat, mit denen sonst keiner etwas zu tun haben wollte. Er ist in diese Welt gekommen, um den Schwachen Hoffnung zu geben und ihnen als Retter aus ihrer Sündhaftigkeit gegenüberzutreten.

Der Mottovers der Gefährdetenhilfe steht in Johannes 10,10b:

„Jesus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.“

Darum geht es uns. Menschen auf dem Weg zu begleiten, echtes Leben und echten Überfluss zu erleben. Und dieser Überfluss ist größer als alles Materielle, was wir uns vorstellen können. Es ist ein tiefer Friede, der uns Freude gibt, die unabhängig von unseren Umständen ist.
In jedem von uns steckt das Potential, „gefährdet“ zu sein. Es muss nicht unbedingt eine Drogensucht oder Alkoholabhängigkeit vorliegen. Unsere Welt bietet viele Möglichkeiten, unbemerkt und schleichend abhängig zu sein. Wie sieht es in deinem Leben aus? Jesus ist kein psychologischer Trick, um eine schlechte Angewohnheit sein zu lassen. Er kann dir helfen, echte Veränderung zu erleben. Lerne ihn kennen!
Wer die Gefährdetenhilfe und die Gemeinde Kachtenhausen näher kennenlernen möchte, ist am Pfingstmontag (06. Juni) herzlich eingeladen, den Gemeindetag gemeinsam mit uns auf dem Gelände der Gefährdetenhilfe in Leopoldshöhe/Helpup (Mühlenstr. 59, 33818 Leopoldshöhe) zu erleben.

Thomas Riediger, ECG Kachtenhausen